2019-08-14
Frankfurt
Spinnen – Sinnen – Pinnen
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Mich hat es schon länger gereizt, ein Moodboard zu entwerfen, doch bisher ist es bei digitalen Collagen geblieben. Nun wollte ich doch genauer wissen, was es mit dieser Kreativtechnik auf sich hat, die so häufig in der Innenarchitektur, Mode, Filmbranche oder im Coaching eingesetzt wird, und wurde auf das Buch „Moodboards“ aufmerksam. Marianne Salentin-Träger und Anja Jahn beschreiben darin, wie man mithilfe dieses Tools seine Projekte, Ziele oder Wünsche bildlich umsetzen und durch die Kraft des Visualisierens verwirklichen kann.

Das Buch ist sehr gut aufgebaut. Nach einer kurzen Erklärung des Begriffs, erläutern die Autorinnen, welche drei Elemente dem Moodboard sein besonderes Potenzial verleihen: die Kraft der Bilder, die Macht der Gedanken und die Relevanz der Gefühle. Die Gestaltung des Buches spiegeln diese drei Aspekte sehr gut wider: Großgedruckte Zitate wechseln sich ab mit farbig hervorgehobenen Textstellen, Grafiken und Abbildungen von verschiedenen Moodboards. Besonders angesprochen haben mich die gelungenen Porträtfotos der vorgestellten Personen, die darüber berichten, wie sie mit Hilfe von Moodboards berufliche oder private Ziele verwirklicht haben. 

Mit der Visualisierung von Zielen habe ich selbst schon viele positive Erfahrungen gemacht. Statt digitale Collagen zu layouten, hat das Buch jedoch bei mir große Lust geweckt, zu Pappe, Schere und Klebstoff zu greifen und drauflos zu schnipseln, ganz nach dem Motto der Autorinnen ‚Erst spinnen, dann sinnen und pinnen“. Ich könnte mir vorstellen, dass die haptische Beschäftigung die Fantasie noch stärker anregt. Marianne Salentin-Träger und Anja Jahn vermitteln auf sehr ermutigende und inspirierende Weise wie ein Moodboard helfen kann, in der heutigen Welt, die so viele Optionen und Ablenkung bietet, seine Träume visuell zu konkretisieren, sich täglich darauf zu fokussieren und sich Schritt für Schritt seinem Ziel zu nähern.

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