2018-02-23
Toronto

Feministisches Historiendrama

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Die Netflix-Serie „Alias Grace“ beruht auf einem Roman von Margaret Atwood, der 1996 erschien. Für mich Grund genug, in die Mini-Serie reinzuschauen. Die Geschichte basiert zudem auf einer wahren Begebenheit: Im Jahre 1843 wurde die damals fünfzehnjährige Grace Marks beschuldigt, ihren Dienstherrn und dessen Haushälterin ermordet zu haben, und zu lebenslanger Haft verurteilt.

Üblicherweise erscheint in solchen Stories ein mutiger, entschlossener Anwalt auf der Bildfläche, der alle Hebel in Bewegung setzt, um seiner Mandantin Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Diesmal liegt der Fall etwas anders. Es gibt durchaus ein Bürgerkomitee, das sich für ihre Begnadigung einsetzt. Allerdings wird kein Anwalt, sondern der Nervenarzt Dr. Simon Jordan zu Rate gezogen, um ein Gutachten zu ihrem Gunsten zu erstellen. So trifft sich Dr. Jordan regelmäßig mit Grace im Haus des Gouverneurs, um in ihre Erinnerungen einzutauchen und sich die Geschichte aus ihrer Perspektive anzuhören.

Die Verurteilte holt weit aus, berichtet von ihrer Kindheit in Irland, der Überfahrt nach Kanada und das Verhältnis zu ihrem Vater, das durch Gewalt geprägt war. Es dauert nicht lang, bis der Arzt regelrecht süchtig danach wird, die Fortsetzung ihrer Lebensgeschichte zu hören. Man merkt, dass sein Interesse schon längt nicht mehr rein beruflicher Natur ist, was man ihm angesichts Grace’ Schönheit und Ausstrahlung nicht verübeln kann. Auch als Zuschauer ist man von dieser Frau mit ihrem durchdringenden Blick, die in aller Ruhe erzählt und erzählt, sich mit gleicher Konzentration ihrer Näharbeit widmet, und nur ganz selten ihre Fassung verliert, fasziniert.

Ihre düsteren Berichte stehen oft im starken Kontrast zu den hellen, warmen und opulenten Bildern von viktorianischen Villen und blühenden Gärten. Bis zum Schluss bleiben Zweifel, ob sie die Wahrheit erzählt oder etwas verschweigt. Nur so viel ist sicher: Grace, gespielt von der großartigen Schauspielerin Sarah Gadon, verkörpert eine typische Frau jener Zeit, die den Launen und der Willkür der männlichen Gesellschaft ausgeliefert ist und eine angestaute Wut in sich trägt, die eines Tages durchaus zum Ausbruch kommen könnte.

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2018-02-20
Maine

Abgründe einer Ehe

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Ein frisch vermähltes junges Paar in einer überschwänglichen Liebesszene am Strand in Maine. Die Eingangsszene des Romans "Licht und Zorn" lässt Unheilvolles vermuten, zumal die Autorin bereits kleine Risse in dieser vermeintlich perfekten Idylle andeutet. So ist man im ersten Teil, der aus der Sicht des Ehemannes und Sunnyboys Lancelot, genannt Lotto, geschildert wird, ständig in einer Habachtstellung. Wann wird die dunkle Seite der schönen, aber stillen und mysteriösen Ehefrau Mathildes ans Licht kommen? Wird die Hals über Kopf geschlossene Ehe in die Brüche gehen?

Die ganz Zeit wundert man sich, was Mathilde eigentlich so treibt, während Lotto zunächst vergeblich auf eine gute Rolle wartet und vom erfolglosen Schauspieler allmählich zum gefragten Dramaturg avanciert. Dass Mathilde diejenige ist, die im Hintergrund die Fäden zieht und ihrem Ehemann den Rücken frei hält, erfahren wir erst im zweiten Teil mit dem Titel Zorn.

Lauren Groff erzählt scharfsinnig und ironisch von einer eher abschreckenden Ehe aus zwei Perspektiven. Bemerkenswert dabei ist, dass Mathilde keineswegs mit ihrem narzisstischen Ehemann abrechnet, denn sie hat sich nicht ausnutzen lassen, wie man meinen könnte, sondern selbst ihren Mann manipuliert. Auch wenn die Konstruktion und die unterschiedliche Erzählart der zwei Teile ungewöhnlich ist, wollte bei mir bis zum Schluss der Funke nicht überspringen. Die Art und Weise, wie die Autorin die Abgründe dieser komplexen Ehe entlarvt, war für mich auf die Dauer zu deprimierend.

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2018-02-17
Saltsjöbaden

Die turbulente Kindheit des Eric Lauritzen

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Der Sohn“ ist der sechste Band der Brückenbauer-Reihe, die aus der Feder des schwedischen Schriftstellers Jan Gillou stammt. Diesmal wird das Schicksal der Familie Lauritzen aus der Sicht des Enkels Eric erzählt. Er wächst im Stockholmer Vorort Saltsjöbaden und führt das typische Leben der Oberschicht. Im Gegensatz zu seinem Vater, der ihm wegen jeder Bagatelle eine Tracht Prügel verpasst, hält sein Großvater große Stücke auf ihn und plant, ihm das Familienimperium zu vererben. Es kommt jedoch anders. Der Großvater stirbt, die Eltern lassen sich scheiden und Eric und seine Mutter müssen ihre Lebensverhältnisse völlig umstellen.

An folgenschweren Wendungen fehlt es dem Roman nicht und dennoch hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte ein wenig dahinplätschert. Eric spielt mit seinen Freunden Cowboy und Indianer, träumt von einer Schwimmkarriere und trainiert hart, leidet später chronisch unter Geldmangel, erlebt die erste Liebe und Enttäuschungen mit einem Mädchen und gerät in ernsthafte Schwierigkeiten. Das alles wird sprachlich flüssig, doch sehr geradlinig und durchweg chronologisch erzählt, so dass ich das Gefühl hatte, in einem Tagebuch zu lesen, das alle Erlebnisse, auch die weniger interessanten, enthält.

Immerhin bekommt man einen guten Einblick in die 50er Jahre, in der sich die Jugend für Coca Cola, Elvis Presley und Jeanshosen begeisterte. Die detailreich beschriebenen Sportereignisse waren nicht so mein Fall. Für mich bot die Figur leider zu wenig Identifikationspotenzial. Über seine Mutter hingegen, die sich für keinen Job zu schade ist und immer wieder neuen Mut fasst, hätte ich gern mehr gelesen.

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2018-02-14
Mailand

Eine amerikanisch-italienische Amour Fou

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Beziehungen sind zum Scheitern verurteilt. So könnte das Fazit lauten, das man aus dem Roman „Sie und Er“ von Andrea de Carlo zieht. Da wäre zunächst einmal „Sie“, die Amerikanerin Clare Moletto, die mit 20 nach Italien gezogen ist, noch zwischen den beiden Kulturen schwankt und unter ihrer Andersartigkeit leidet. Nach einer gescheiterten Ehe mit einem untreuen Musiker führt sie eine unglückliche Beziehung mit dem langweiligen Mailänder Anwalt Stefano.

Bei einem Autounfall lernt Clare „ihn“, den Erfolgsautor Daniel Deserti kennen. Sie entwickelt starke Gefühle für ihn, die jedoch durch Fehlinterpretationen und verpasste Momente immer wieder in eine Art Hassliebe kippen. Auch der geschiedene Daniel fühlt sich stark zu Clare hingezogen. Ein romantisches Happy End ist jedoch lange Zeit nicht in Sicht. Das unaufhörliche Hin und Her zwischen Anziehung und Abstoßung zieht sich über mehrere hundert Seiten hin.

Ich konnte nur staunen über die Einfühlungsgabe des Autors, besonders was die Gefühlswelt einer romantisch veranlagten, unsicheren und desillusionierten Frau angeht. Schonungslos seziert de Carlo auch den Männertyp, den Daniel verkörpert und etwas zu klischeehaft geraten ist: ein gut aussehender, zur Trinksucht neigender, zynischer Frauenversteher, der seiner Partnerin das Gefühl gibt, etwas ganz Besonderes zu sein. Clare ist sich sicher, seine Masche durchschaut zu haben, und ist trotzdem seiner Anziehungskraft verfallen.

Man erkennt viele typische Themen der Romanwelten de Carlos wieder: Mailand als abstoßendes und doch faszinierendes Moloch, die Literaturwelt, die Spannung zwischen Anpassung und Aufbegehren und die Sehnsucht nach einem einfachen Leben. Diesmal dominiert allerdings die Bitterkeit der Figuren, die manchmal so lähmend wirken wie die mehrmals beschriebene unerträgliche Hitze in der Großstadt. Ich fragte mich auch, warum Clare nicht endlich die Beziehung zu Stefano beendet, wenn der Gedanke an eine gemeinsame Zukunft mit ihm sie so sehr abschreckt.

Abgesehen von einigen Längen gelingt es de Carlo, die unergründlichen Gefühle eines verliebten Menschen mit allen Höhen und Tiefen und die einzigartigen kostbaren Momente, in der man wahre Liebe verspürt, in ein bewegendes Liebesdrama zu packen.

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2018-02-11
Niederrhein

Niederrheinische Humoresken

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Eine Telefon-Flat-Rate zu haben, ist nicht immer von Vorteil, wie eine der Humoresken aus „Aber sonst geht es mir gut“ von Markus Orths zeigt. So muss der Ich-Erzähler Martin Kranich lange Monologe seiner Mutter über sich ergehen lassen, die von einem Thema zum nächsten springt: von Kreuzworträtseln über den Mangel an Schulen in der Nachkriegszeit bis zum plötzlichen Tod eines Nachbarn. Als sie ihre Sorgen schildert, wer sich denn bloß nach ihrem Tod um ihre Grabpflege kümmern wird und dass sie sich am liebsten senkrecht begraben lassen würde, um es selbst erledigen zu können, musste ich nicht nur lachen, sondern auch eine gewisse Ähnlichkeit mit meiner Mutter feststellen.

Diese Figur, so erfahren wir am Ende, ist angelehnt an die Großmutter des Autors Elisabeth Orths, deren großer Mitteilungsdrang und Plauderton ihn zu seinen „Niederrhein“-Texten inspiriert hat. Sie kommt in diesem Büchlein mehrmals vor, genauso wie der Verleger V, mit dem sich Martin während einer langen Autofahrt so gern über Musil unterhalten würde, statt ständig von den Ansagen Uschis aus dem Navigationsgerät unterbrochen zu werden. Markus Orths nimmt den Literaturbetrieb ordentlich aufs Korn und beschreibt kuriose sowie absurde Szenen aus dem Leben eines Schriftstellers.

Die bunte Mischung aus satirischen Novellen, die größtenteils schon in anderen Erzählbänden erschienen sind, bieten gute Unterhaltung, hätten für meinen Geschmack aber ruhig noch etwas bissiger sein dürfen – bis auf die Erzählung „Das große O“, die ich einfach genial fand. Wer hätte gedacht, dass eine schwierige Prüfung, zu der der Held der Geschichte zu spät und mit Wissenslücken erscheint, zu einem so überraschenden Ergebnis führt! Von dieser Sorte hätte ich mir noch mehr gewünscht.

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2018-02-07
Lyon

Eine Liebe zwischen Grenzgängern

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Kann man sein Leben auf 200 Seiten erzählen? Sylvie Schenk zeigt in ihrem Roman „Schnell, dein Leben“, dass es geht. Und wie es geht! Es funktioniert deshalb, weil sie ihren Fokus auf ein zentrales Thema richtet: die Schwierigkeit einer deutsch-französischen Beziehung in der Nachkriegszeit.

Ungewöhnlich ist nicht nur die Kürze, sondern auch die Form des Romans: Erzählt wird nicht in der Ich-, sondern Du-Form, so als ob die Hauptfigur Louise ihr Leben aus einer Distanz betrachten und reflektieren wollte. Louise wächst in einer katholischen, bürgerlichen Familie auf und erkennt früh, dass Frauen stark benachteiligt sind. Sie will Sprachen studieren und von Männern unabhängig sein. Daher wendet sie sich von ihrem Verehrer und Frauenheld Henri ab und entscheidet sich für ein Leben mit dem deutschen Austauschstudenten Johann, den sie an der Universität in Lyon kennenlernt.

Es ist eine Liebesgeschichte mit Hindernissen zwischen Louise, die eifrig die deutsche Sprache lernt und versucht, sich als Aushilfslehrerin in einem deutschen Dorf einzuleben, und Johann, der seit seinem Studium so frankophil ist, dass er am liebsten als Franzose leben würde. Die kulturelle Annäherung sowie die Last der Vergangenheit beschreibt Sylvie Schenk mehrdimensional und nuancenreich. Louise’ Eltern sind entsetzt, dass ihre Tochter ausgerechnet einen Deutschen heiratet. Auch Henri, deren Eltern von den Nazis umgebracht wurde, versucht, ihr die Heirat auszureden und konfrontiert sie mit einer Schuld, die auf Johanns Vater lastet. Louise dagegen wird von ihren Schwiegereltern mit offenen Armen aufgenommen, auch wenn ihre Vorstellung von Frankreich sehr klischeebehaftet ist.

Wie findet man zu seiner eigenen Identität? Durch seine Familie, die Sprache, die Ehe oder die Liebe? Diese Fragen stellt sich Louise immer wieder und hält sich am liebsten in der Natur auf, wo sich alle Rollen und Bewertungen auflösen, wo sie einfach nur selbst sein kann. Sylvie Schenk schreibt in einem Stil, der auf den ersten Blick wie ein Zeitungsbericht sachlich und nüchtern daherkommt, doch das täuscht. Gerade durch die Straffung und die klare Sprache gewinnt der autobiografisch inspirierte Roman eine ungeheure Intensität und Sogwirkung. Absolut lesenswert!

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2018-02-04
Witten

Tiefsinnig und skurril

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Ich mag Kurzgeschichten, die eine verblüffende Wendung nehmen. In dem Band „Weltfrieden ist aus“ von Peter Coon sind so einige von dieser Sorte dabei. Gleich die erste Erzählung, in der eine Frau ein ‚Opfer‘ unter den Passanten sucht, das für sie Geld abheben soll, führt den Leser zunächst in die Irre, bis der Aha-Effekt eintritt. Auch die titelgebende Story ist sehr originell oder wärt Ihr je auf die Idee gekommen, in der Bäckerei etwas anderes zu kaufen als Backwaren?

Der Autor aus Witten erzählt von Alltagssituationen und normalsterblichen Menschen, in die man sich leicht hineinversetzen kann: zum Beispiel von einem Vegetarier, der sich auf einer Grillparty mit seinen Tofuwürstchen fehl am Platz vorkommt oder einer Frau, der die gut gemeinten Beziehungstipps einer Freundin eher schaden. Da gibt es frustrierte Männer, die nur schwer ihre latente Wut und Aggression im Alltag zurückhalten können, oder sich schier verrückt machen, weil sie eine unvollständige Nachricht bekommen haben.

Witzige Einfälle, die immer weiter bis ins Abstruse gesponnen werden, wechseln sich ab mit kritischen Gedanken über die Liebe, Politik, den technischen Fortschritt und heutigen Lebensstil. Die Erzählungen von Peter Coon bringen den Leser – ähnlich wie seine Kurzgeschichtensammlung "Märzchen im November" – mal zum Schmunzeln, mal zum Nachdenken und beweisen wieder einmal: In der Kürze liegt die Würze. 

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2018-02-01
Wien

Kleider, Kunst und Klimt

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Wer kennt nicht Gustav Klimt und sein weltberühmtes Gemälde „Der Kuss“? Aber Emilie Flöge, die Frau an seiner Seite? Von ihr hatte ich noch nie etwas gehört – bis ich auf das Buch von Margret Greiner stieß. Dank ihrer Romanbiografie „Auf Freiheit zugeschnitten“ lernte ich wieder einmal ein bemerkenswertes Künstlerpaar kennen, das sich gegenseitig in ihrem künstlerischen Schaffen beflügelte.

Als Emilie Flöge mit siebzehn Jahren den zwölf Jahre älteren Gustav Klimt bei einem steifen Sonntagnachmittagskaffee kennenlernte, ahnte sie ja noch nicht, welchen Einfluss der Maler auf ihr Leben haben würde. Wie spannend muss es für sie gewesen sein, die Gründer der Wiener Werkstätte mitzuerleben und Teil einer neuen Bewegung zu sein. Noch arbeitet sie mit ihren zwei Schwestern in einer Schneiderei, doch sie träumt davon, selbst Kleider zu entwerfen statt fertige zu ändern. Angesteckt von der Euphorie, die die Gründung der Wiener Secession auslöste, und von der Energie und Kreativität der jungen Künstler, festigt sich bei ihr immer mehr die Überzeugung, etwas ähnlich Innovatives leisten zu können.

Wie schon in ihrem Roman „Charlotte Salomon“ lässt Margret Greiner viele Detailkenntnisse über Kunst, Gesellschaft und Politik einfließen und erweckt die Aufbruchsstimmung im Wien der Jahrhundertwende zum Leben. Nur die feinen Wiener Frauen waren von ihrer konservativen Einstellung schwer zu lösen. Umso bewundernswerter ist Emilies Mut und Wille, einen eigenen Modesalon zu eröffnen und die Kleidung zu reformieren, sprich sie von Mieder und Korsett zu befreien. Sie ist klug genug, die Revolution in der Mode als sanfte Neuerung zu verkaufen. Denn im Gegensatz zu vielen Künstlern, die mit ihren Ideen scheiterten, hat Emilie Flöge einen ausgeprägten Geschäftssinn und Hang zum Perfektionismus. Im ‚Salon Flöge’, den sie mit ihren Schwestern betreibt, erwarten die Kundinnen nicht nur eine ausführliche Stilberatung, sondern auch Lebensberatung.

Die Autorin lässt immer wieder ihren trockenen Humor aufblitzen, zum Beispiel wenn sie erzählt, wie Emilie die Pariser Stoffhändler mit Wiener Naschereien becirct. Geprägt durch die Wiener Werkstätte entwickelt die Modeschöpferin ihren eigenen Stil, der das Schlichte und Natürliche zum Ideal erhebt und Freiheit und Schönheit vereint. Obwohl die Biografie recht kurz ist, bekommt man doch ein sehr prägnantes Bild dieser fortschrittlichen und selbstständigen Frau, die sich von den zahlreichen Affären Klimts nicht einschüchtern ließ und selbst die Regeln in ihrer Beziehung bestimmte. Trotzdem hätte ich mir noch mehr Details aus ihrem Arbeitsalltag und ihren Kreationen gewünscht. Zu oft drängte sich Klimt, sein Schaffen und seine Krisen in den Vordergrund. Aber er war nun einmal ein wesentlicher Teil ihres Lebens. Nach der Lektüre gewinnt man jedenfalls den Eindruck, dass sie die glücklichsten Momente ihres Lebens nicht in ihrem Atelier, sondern während der Urlaube am Attersee verbracht hat – mit ihrer einzigen großen Liebe Gustav Klimt an ihrer Seite. 

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