Archiv 2014-05

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Essen mit Aussicht

Neulich berichtete ich von unserem traumhaften Meerblick in Amalfi, den wir in unserem Zuhause leidlich vermissen. Mit einem schönen Seeblick würde ich mich allerdings auch zufrieden geben, wie ich letztens am Tegernsee feststellte.
Ein See umrandet von malerischen Bergen hat einfach etwas Magisches. Kein Wunder, dass auch der Gardasee zu jeder Jahreszeit so viele Touristen anlockt. Wenn man über kein eigenes Anwesen am See verfügt, muss man eben mit fremden Lokalitäten vorlieb nehmen. Auswahl gibt es genügend: zum Beispiel der noble Leeberghof, wo meine Bekannten aus London neulich Hochzeit feierten. Oder das Hotel „Das Tegernsee“ in eher schlichtem und modernem Stil mit Restaurant- und Biergartenbetrieb. Zum Jahrestag gönnten Harry und ich uns vor gar nicht langer Zeit ein köstliches Drei-Gänge-Menü und genossen dabei diese Bilderbuch-Aussicht – eine äußerst reizvolle Kombination. 
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Gelungene Dramedy

Wenn ich diesen Monat von tapferen Serien-Müttern berichte, darf eine Figur auf keinen Fall fehlen: Cathy Jamison in der Serie "The Big C". Sie lebt in einer Vorstadt von Los Angeles und schwimmt für ihr Leben gern. Ihr trauriges Schicksal: Sie muss nicht nur mit einem untreuen Ehemann und einem pubertierenden Sohn, sondern mit der Diagnose Krebs fertig werden.
Zunächst hält sie die schockierende Nachricht vor ihrer Familie und ihren Freunden geheim. Lang gelingt es ihr jedoch nicht – zu auffällig ist ihr plötzlicher Lebenswandel von der spießigen Mutter zur abenteuerlustigen Frau, die in ihrer verbleibenden Lebenszeit aus dem vollen Schöpfen will.
Trotz des ernsten Themas wird man vor Melodramatik, Depri–Stimmung und Klischeen verschont. Für den schwierigen Spagat zwischen Drama und Comedy, also eine Art Dramedy, sorgen die brillianten Darsteller: Laura Linney, die zu meinen Lieblingsschauspielerinnen zählt, bringt das gesamte Gefühlsspektrum von überschwänglicher Lebenslust bis zur Todesangst überzeugend rüber und erhielt dafür zu Recht einen Golden Globe Award und einen Emmy. Der ebenso großartige Oliver Pratt spielt Cathys witzigen Ehemann, dessen steile Karriere als Blogger ich mit großer Bewunderung und Neid verfolge.
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Auf Erkundungstour

Nach einem Umzug nutzt man gern jede Gelegenheit, um seine neue Umgebung näher zu erkunden. Daher schlug ich am Wochenende einen ausgedehnten Spaziergang Richtung Trudering vor. Unser Ziel: die Truderinger Festwochen, die seit letzten Freitag bis zum 1. Juni laufen.
Meine Erwartungen waren nicht sonderlich groß, aber als wir ankamen, konnte ich mir doch ein „Ist das etwa alles?“ nicht verkneifen. Das war das kleinste Volksfest, das ich je gesehen hatte. Ein Mini-Festplatz mit einer Handvoll Fahrgeschäften, Schieß- und Imbissbuden und einem Festzelt, das auch nur spärlich gefüllt war. Ich hielt vergeblich Ausschau nach abzweigenden Wegen und weiteren Schaustellern. Das war ja alles äußerst überschaubar.
Immerhin stießen wir unterwegs auf eine schöne Parkanlage, individuell gestaltete Gärten und interessante Kunstobjekte. Mal sehen, wohin uns unsere nächste Entdeckungstour führen wird.
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Zimmer mit Aussicht

Endlich kann ich wieder mehr Zeit im Garten verbringen und unsere Blumen und Kräuter beim Wachsen zusehen. Herrlich! Jetzt fehlt nur noch eine Kleinigkeit und es wäre perfekt: ein Meerblick.
Ich denke da zum Beispiel an die Aussicht, die wir von unserem Hotelzimmer in Amalfi hatten. Das war die schönste und großzügigste Zimmerterrasse, die uns in einem Urlaub je beschert wurde. Man hätte locker seinen gesamten Freundeskreis zu einer Grill- oder Cocktailparty einladen und ausgelassen feiern können.
Abends machten wir es uns auf unseren Liegen bequem und ließen unsere Blicke über das Meer und die Boote wandern. Von dort hatten wir auch einen tollen Blick auf ein spektakuläres Feuerwerk, das am Tag unserer Anreise gezündet wurde – fast wie ein persönlicher Willkommengruß an uns VIPs mit Logenplatz. 
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"Spiel des Lebens"

Die diesjährige Champions League ist für viele deutsche Fußballfans wahrscheinlich schon abgehakt. Ich werde heute Abend schon mitfiebern, wenn im Lissaboner Estádio da Luz Real Madrid auf Atlético Madrid trifft und halte zu letzterer Mannschaft mit dem sympathischen Stürmer David Villa.
Passend dazu und zur bevorstehenden WM las ich vor kurzem das Buch "Fußballgefühle" von Axel Hacke, das mir eine Freundin aus Dortmund geschenkt hat. Sie selbst war lange Zeit großer Fan von Borussia Dortmund, interessiert sich aber mittlerweile mehr für Opernsänger als für Fußballspieler.
Obwohl meine Eltern jedes Bundesliga-Spiel euphorisch verfolgten, konnte ich dem Sport als Kind nichts abgewinnen. Es war mir unverständlich, dass eine Handvoll Männer wie die Irren einem Ball hinterherjagten, dabei 90 Minuten lang ständig von einem Ende des riesigen Spielfelds zum anderen rannten und dass Millionen von Menschen dem Spektakel auch noch zusahen.
Während der Fußball-WM 2010, die an lauen Sommernächten auf diversen Plätzen in der Innenstadt übertragen wurde, konnte ich mich das erste Mal der allgemeinen Begeisterung nicht ganz entziehen. Die Vorstellung, dass gerade an unzähligen Orten auf dieser Welt Menschen unterschiedlichster Herkunft das gleiche Spiel mit ähnlichen Emotionen verfolgten, faszinierte mich. Axel Hacke bringt es in seinem Buch auf den Punkt: Fußball hat eine gemeinschaftsbildende Kraft und ist ein Geschäft mit großen Gefühlen. "Fantasievoll, kämpferisch, individualistisch, elegant, planvoll... Alle Möglichkeiten menschlichen Verhaltens werden vorgeführt", schreibt er. Lassen wir uns überraschen, wie das "Spiel des Lebens" heute Abend ausgehen wird.
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Whisky oder Smarties

Summer in the city! Und schon gibt's einen Riesenansturm auf die Eisdielen. Wahre Fans scheinen völlig schmerzfrei zu sein und stellen sich gut und gern eine Viertelstunde an, um in den Genuss ihrer Lieblingssorten zu kommen.
An guten italienischen Eisdielen mangelt es hierzulande wahrlich nicht. Trotzdem schmeckt das Eis in Italien allein durch das Ambiente gleich eine Spur besser. In Cagliari auf Sardinien hatten wir besonders viele Anlaufstellen, wenn wir Gelüste auf ein cremiges Pistazien- oder fruchtiges Meloneneis verspürten. Sehr beliebt war das "L'Isola del Gelato" am belebten Piazza Yenne, wo Einheimische und Touristen regelmäßig Schlange standen, um aus dem riesigen Angebot zu wählen. Nehme ich nochmal die Sorte Latte Macchiato, die mir gestern so gut geschmeckt hat, oder probiere ich einmal das Smarties-Eis? Wie wohl die Sorte Whisky schmeckt? Mit solch qualvollen Fragen schlug ich mich jeden Abend herum.
Nach einer langen Entscheidungsphase setzten wir uns schließlich an den Straßenrand, schleckten unser Eis, beobachteten das bunte Treiben und genossen den lauen Sommerabend. Urlaubsfeeling pur.
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Authentisch und menschlich

Die Serie „Anna Pihl“ riss mich nicht gleich vom Hocker. Die ersten Folgen plätscherten dahin, doch dann gewann die Story zunehmend an Fahrt und ich verschlang eine Staffel nach der anderen.
Im Mittelpunkt steht Anna Pihl, die ihren Dienst als Streifenpolizistin in Kopenhagens größter Polizeistation Bellahoj antritt. Sie hat genug Biss und Intelligenz, um sich unter den vorwiegend männlichen Kollegen zu behaupten und schnell zur Verhandlerin aufzusteigen. Dass sich die junge Alleinerziehende auch um ihren kleinen Sohn Mikkel kümmern muss, macht ihren Alltag nicht einfacher. 
Die Kriminalfälle, die in den einzelnen Folgen gelöst werden, sind eigentlich eher sekundär. Viel interessanter finde ich, wie authentisch die tägliche Polizeiarbeit geschildert wird. Jedem Charakter und seinem Schicksal wird viel Raum gegeben. Es sind die leisen Zwischentöne, die den Zuschauer berühren. Statt Gut oder Böse, statt Helden oder Antihelden gibt es nur Menschen, die bemüht sind, das Richtige zu tun und trotz allem Fehler machen. Der Fehltritt einer Beamtin ist so gravierend, dass sie sogar ins Gefängnis wandern muss. Sehr schade, dass die Serie nach drei Staffeln nicht mehr fortgesetzt wurde.
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Prächtiger als Versailles

Das Schloss Vaux-le-Vicomte im französischen Maincy wurde als "das Schloss, das den Ärger des Sonnenkönigs erregte" berühmt. Wie es zu dieser Legende kam, kann man in dem gut recherchierten und spannenden Roman "Zu Ehren des Königs" von Rosemarie Marschner erfahren. Die österreichische Autorin beschreibt parallel den Werdegang zweier sehr unterschiedlicher Menschen: den genusssüchtigen, egoistischen und misstrauischen Sonnenkönig auf der einen Seite; seinen kompetenten und loyalen Finanzminister Nicolas Fouquet auf der anderen Seite. 
Als Fouquet das prächtige und gestalterisch ausgefallene Vaux-le-Vicomte erbauen lässt, das alle bis dahin in Frankreich bekannten Schlösser und Gärten in den Schatten stellt, und zu Ehren des Königs ein opulentes Fest veranstaltet, erregte er immer mehr dessen Zorn. Er wurde wegen Veruntreuung von Staatsgeldern zu lebenslanger Haft verurteilt. 
Das Schloss, das als architektonisches Meisterwerk und Inspiration für Schloss Versailles gilt, möchte ich nach diesem Roman erst recht einmal besichtigen. Es diente schon in mehreren Filmen wie "Marie Antoinette", "Léon, der Profi" und "Der Mann in der eisernen Maske" als Filmkulisse. 
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This hotel rocks

Das schönste Gebäude, in dem ich je meinen Urlaub verbracht habe, ist das Hard Rock Hotel in Chicago. Das Carbide and Carbon Building strahlt durch seine dunkelgrünen Terrakotta-Granitwände und die Verzierung an der Spitze mit Blattgold eine besondere Eleganz aus. Seine Form soll an eine Champagnerflasche erinnern und da ist wirklich etwas dran.
Der wunderschöne Art-Déco-Wolkenkratzer wurde 1929 von den Brüdern Daniel und Hubert Burnham für die Firma Union Carbide gebaut. Das amerikanische Chemieunternehmens hatte dort seine Zentrale, bis das Gebäude 2004 in ein Hotel umfunktioniert wurde. 
Die Zimmer sind sehr stylish eingerichtet und mit vielen Art-Déco-Accessoires versehen. In der Lobby läuft natürlich Rockmusik. Jeder Stock wurde zudem einer Rocklegende gewidmet. Als an einem Abend der Aufzug ausfiel, war das allerdings nicht sehr spaßig. Wir mussten 20 Stockwerke zu Fuß erklimmen, bis wir endlich unsere Lenny-Kravitz-Etage erreichten. Ich hoffe, ich habe bald einmal die Gelegenheit, ein Hard Rock Hotel in einer anderen Stadt zu testen.
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Entspannt frühstücken dank Kids-Lounge

Wir treffen uns gern mit Freunden in gemütlichen Frühstückscafés. Damit sind wir natürlich nicht die Einzigen und staunen immer wieder über den Riesenandrang an Wochenenden. Ohne Reservierung geht da gar nichts.
In letzter Zeit haben wir unsere Tradition leider etwas vernachlässigen müssen. Für unsere Freunde war es einfach unmöglich, entspannt ihr Frühstück einzunehmen und gleichzeitig ihre Kiddies im Auge zu behalten. Diese sausten lieber durch das Lokal, statt brav an ihren Brezen zu knabbern. Wollte man gerade zu einem unterhaltsamen Bericht ansetzen, wurde man durch ein energisches "Tille, Du kommst sofort hierher!" unterbrochen und schon verlor man den Faden und wandte sich enttäuscht seinem Müsli zu. Von einem geselligen Austausch konnte kaum die Rede sein.
Aus diesem Grund suchte ich gezielt nach einem Frühstückscafé mit Beschäftigungsmöglichkeiten für Kleinkinder – und wurde fündig! Das Café Kaiser Otto im Glockenbachviertel, das nur Produkte aus ökologischer Herkunft verarbeitete, schien für meine Biofreunde genau das Richtige zu sein. Erfreulich war vor allem, dass das Lokal an Wochenenden eine Kids-Lounge und Kinderbetreuung anbot. Das ansprechend gestaltete Interieur und das vielseitige Frühstücksbuffet zu einem sehr fairen Preis hat uns alle überzeugt. Definitiv ein Geheimtipp für Familien mit Kindern, die auf ein geselliges und schmackhaftes Frühstück nicht verzichten möchten.
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Von tapferen Frauen

"Das Geisterhaus" war meine erste 'Begegnung' mit Isabell Allende und hat mich damals restlos begeistert. Die chilenische Bestsellerautorin versteht es, die Schicksale ihrer Heldinnen mit großer Erzählkunst in historische Ereignisse einzubetten.
Ihre Geschichten handeln meist von starken Frauen wie der Mulattin Zarité in dem Roman "Die Insel unter dem Meer". Auf den Plantagen von Saint-Domingue wird sie als Elfjährige von ihrem Herrn Valmorain vergewaltigt und als Dienstmagd missbraucht. Als sie ihr erstes Kind bekommt, hat sie nur ein Ziel vor Augen: die Freiheit für sich und ihre Tochter.
Neben der dramatischen Handlung erfährt man Interessantes über die politischen Hintergründe in der Zeit zwischen 1770 und 1810 und über die Sklavenrevolte in der früheren französischen Kolonie Saint-Domingue, dem heutigen Haiti. In ihren anderen Werken wie "Paula" oder "Mein erfundenes Land" erzählt sie von ihrer Familie in ihrer Heimat Chile und den politischen Turbulenzen. Ich bewundere Allende, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, ihrer Leserschaft lateinamerikanische Geschichte, Kultur und Politik in unnachahmlicher Manier zu vermitteln.
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Das Lieblingsschloss des Märchenkönigs

Sobald sich Besuch von meinen japanischen Verwandten ankündigte, wusste ich als Kind, was mir blühte: eine Tour durch die Stationen Rothenburg ob der Tauber, Heidelberg und Füssen mit dem obligatorischen Schlossbesuch.
Warum eigentlich immer Schloss Neuschwanstein, frage ich mich. Genauso gut hätten wir auch einmal zum Schloss Herrenchiemsee oder Linderhof fahren können, das ich vor einigen Jahren das erste Mal mit meiner Mutter besuchte. Für sie als großer Fan von Ludwig II. war der Besuch eh überfällig.
Während der Führung erfährt man interessante Hintergründe über die Baugeschichte. In jedem Zimmer zeigt sich deutlich, in welchem Ausmaß Ludwig II. den französischen Sonnenkönig verehrte und ihm nacheiferte. In  Erinnerung geblieben ist mir auch sein Esszimmer, das mit einem mechanisch betriebenen "Tischlein-deck-dich" versehen ist. Der Esstisch konnte mit einem Teil des Fußbodens abgesenkt und von den Bediensteten gedeckt werden und ermöglichte dem König, ungestört zu speisen.
Der weitläufige Garten lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein und bietet um die Zeit, wenn alles blüht, sicher eine märchenhafte Kulisse – ein schönes Ziel für einen Ausflug am Muttertag.
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Interessante Reisvariation

Wenn ich einmal die Gelegenheit habe, nach Vietnam zu reisen, bin ich in der Kaiserstadt Hue sicher gut aufgehoben. Die Küche dort gilt als die beste Vietnams. 
Einen kleinen Einblick in die vietnamesische Küche bekam ich kürzlich im Restaurant "Rice", dessen greller Schriftzug mir beim Vorbeigehen schon öfters aufgefallen war. Sonst wirkt es von außen eher unscheinbar. Innen hat Loan Ngo Thuy Bich ihr kleines Lokal am Europäischen Patentamt sehr puristisch und urban eingerichtet.
Als Vorspeise probierte ich mit Wasserkastanien gefüllte Dim Sum Taschen, weil ich die Kombination exotisch fand. Das erwartete große Geschmackserlebnis stellte sich jedoch nicht ein. Ganz anders die Hauptspeise. Während meine Freunde allesamt ein Hühnchencurry mit Zitronengras und Süßkartoffeln bestellten, entschied ich mich bewusst für ein Gericht, das ich noch bei keinem Thailänder gegessen hatte: mit Fleisch und Gemüse gefüllte, knusprig angebratene, klein geschnittene Frühlingsrollen auf Reisbandnudeln. Sowohl Reisnudeln als auch Frühlingsrollen zählen ja zu den Grundnahrungsmitteln in Vietnam.
Als Fan von japanischen Nudelsuppen und -gerichten wie Soba, Ramen und Udon sind mir Buchweizen- und Weizenmehlnudeln vertraut. Die vietnamesischen Reisnudeln kombiniert mit feinen Gurken- und Salatstreifen, die die Schärfe der Frühlingsrolle leicht abmilderten, waren für mich eine überraschende Neuentdeckung, die ich zu Hause sicher einmal nachkochen werde. Das Gericht hat mich neugierig gemacht auf die vielen vietnamesischen Lokale, die in München anscheinend immer größeren Anklang finden.
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Yuppie-Komödie aus den 80ern

Der Spagat zwischen Kind und Karriere ist für viele Frauen eine Herausforderung und sorgt nicht unbedingt für Heiterkeit – es sei denn, man sieht sich an, wie Diane Keaton alias J. C. in dem Film „Baby Boom“ mit der Aufgabe kämpft. 
Die toughe Karrierefrau „erbt“ völlig unerwartet das Baby ihres verunglückten Cousins. Fortan muss sie Job und Kind unter einen Hut bringen, was auf Dauer missglückt. So verlässt sie New York und zieht als Alleinerziehende ins tiefste Vermont.
Einfach herrlich, wie Diane Keaton die Wandlung von der erfolgreichen Yuppie-Frau zur überforderten Mutter spielt. Das stark reparaturbedürftige Haus wächst ihr völlig über den Kopf. Und dennoch entdeckt sie, dass es etwas Wichtigeres im Leben für sie gibt außer Arbeit und geht immer mehr in ihrer Mutterrolle auf. Sehr unterhaltsam ist auch die zarte Romanze, die sich zwischen ihr und einem ortsansässigen Tierarzt entwickelt. Neben Goldie Hawn und Meryl Streep zählt Diane Keaton für mich zu den ganz Großen der weiblichen Schauspielerriege.
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Anders als andere Mütter

Während ich diese unglaublich aufwühlende Geschichte "Du bist nicht so wie andre Mütter" von Angelika Schrobsdorff" las, versuchte ich mir vorzustellen, eine Frau wie Else Kirschner zur Mutter zu haben. Die einzigen Parallelen, die ich zwischen ihr und meiner Mutter feststellen konnte, waren die Leidenschaft für Theater und Konzerte. Davon abgesehen, können sie verschiedener nicht sein – allein die Tatsache, dass Else drei Kinder von drei verschiedenen Männern bekam. 
Else wächst behütet im wohlhabenden jüdischen Elternhaus auf, verwandelt sich jedoch zunehmend zu einem freidenkenden und egozentrischen Lebemenschen. Ihre Tochter versucht diese exzentrische Frau zwischen Konvention und Leidenschaft, zwischen Bourgeoisie und Bohémien, zu begreifen und rekonstruiert anhand von Aufzeichnungen deren dramatische Lebensgeschichte, die mit der Flucht vor den Nazis ins Exil endet.
Schrobsdorff schildert das extravagante Leben im Berlin der wilden 20er Jahre so authentisch und lebendig, dass ich das Gefühl hatte, ich sei selber auf einer der ausgelassenen Parties inmitten einer vergnügungssüchtigen Gesellschaft. Einerseits war ich von dem freidenkenden Leben im Künstlermilieu fasziniert, dann wieder von den Ausschweifungen und der Dekadenz abgestoßen.
Else Kirschner liebte die Künste und die Männer – ein Thema, das Angelika Schrobsdorff auch in ihrem tollen Roman "Die Herren" schonungslos und packend umsetzt. Am besten konnte ich mich seltsamerweise mit Elses zweitem Ehemann identifizieren, der zufrieden war, wenn er seine Ruhe hatte und sich in seine geliebte Bibliothek zurückziehen konnte.
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Sinnbild der Provence

Ich habe einen Neuzugang in unserem Garten zu vermelden: Gemäß unserem Vorhaben, mehr Farbe reinzubringen, haben wir uns einen Lavendel zugelegt. Er verschönert nicht nur unsere Terrasse, sondern erinnert mich auch an meinen unvergesslichen Aufenthalt in der Provence.
Während meiner Studienzeit verbrachte ich mit einer Freundin ein halbes Jahr im Ferienhaus ihrer Eltern in Languedoc Roussillon, um an der Université Montpellier zu studieren. In unserer Freizeit erkundeten wir die Umgebung, machten Ausflüge in die Camargue, nach Arles, Avignon etc. und fuhren an duftenden Lavendelfeldern in leuchtenden Blau- und Violetttönen vorbei. Zu den schönsten Erlebnissen zählt ein Motorradausflug entlang der Ardèche. 
Die Lavendel-Blütezeit in der Provence beginnt erst Mitte/Ende Juni. Unser Schopf-Lavendel dagegen trägt jetzt schon Blüten und duftet sehr intensiv. Vielleicht verwende ich die Blüten einmal zum Aromatisieren.
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"Sleek. Sexy. Powerful."

Mit diesem Slogan wirbt ein neuer Fitnesstrend aus Hollywood, der angeblich Stars wie Kirsten Dunst und Hillary Duff begeistert: Piloxing. In unserem Fitness-Studio wurde neulich ein Piloxing-Special angeboten und ich war natürlich dabei. Schließlich wollte ich wissen, wie eine Kombination aus Pilates, Schattenboxen und tänzerischen Elementen aussehen soll. Zumal ich mit allen drei Richtungen etwas anfangen kann. Lange Zeit trainierte ich regelmäßig Tae Bo, bis mir die immer gleichen Box- und Kickbewegungen zu langweilig wurden. Vielleicht schaffte Piloxing mehr Abwechslung?
Viveca Jensen, die ein Studio in Los Angeles betreibt, sieht ihre Erfindung als ganzheitliches Training, das die körperliche und mentale Kraft stärken und die Körperwahrnehmung verbessern soll. Es spricht besonders die tiefliegende Muskulatur an, der ich ja seit meinem regelmäßigen Deep Work Training meine besondere Aufmerksamkeit schenke.
Mein Fazit nach der Probestunde: Die Musik war mir zu hektisch, aber das abgewechslungsreiche und flotte Training macht Spaß, bringt mich zum Schwitzen und bereichert auf jeden Fall das Stundenangebot. Toll, dass sich in der Fitness-Szene ständig etwas tut. So kommt nie Langeweile auf.
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Wer hat das letzte Wort?

Am 11. Mai ist Muttertag und für mich ein Anlass, Euch in diesem Monat starke Mütter in TV-Serien vorzustellen.
Den Anfang macht die alleinerziehende Mutter Loreley in der Serie „Gilmore Girls“, mit der mein Faible für amerikanische TV-Serien begann. Loreley bekam ihre Tochter Rory schon mit sechzehn Jahren und hat eine Beziehung zu ihr wie zu einer besten Freundin. Die erfrischende, impulsive Loreley und die introvertierte, kluge Rory kriegen sich zwar oft in