Archiv 2014-04

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Ein Strauß Buntes

Was für eine schöne Location für eine Kunstausstellung mit Autorenlesung: Letztes Wochenende lud der Künstlerkreis KK83 München-Pasing zu seiner großen Frühjahrsausstellung in das Schloss Blutenburg ein. Die Veranstaltung wird heuer zum vierten Mal gemeinsam mit dem Verein der Freunde Schloss Blutenburg e.V. ausgerichtet, der dieses Jahr sein 40-jähriges Bestehen feiert.
Dieses Jahr präsentierten sich 10 Autoren und 24 Bildende Künstler mit ihren Werken, darunter Anne Hagelstein, die ich aus einer Autorinnengruppe kenne. Ihre künstlerischen Interessen sind sehr vielseitig: Sie schreibt, malt, singt und spielt Theater.
"Mich inspiriert die Vergänglichkeit der Natur", sagt Anne. "Daher macht es mir Spaß, Naturmaterialien durch verschiedene Mischtechniken zu Collagen zu verarbeiten." 
Auch die Veranstaltung war eine interessante Verschmelzung aus Kunst und Natur. Parallel zur Ausstellung lief im Hof des Schlosses die Gartenmesse „München blüht“ mit einer bunten Auswahl an Blumen, Pflanzen, Schaugärten und  Dekoartikeln.
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Wenn sich die Wege trennen

Entwicklungsromane, die von zwei gegensätzlichen Charakteren und deren Werdegang handeln, lese ich besonders gern. Ein Klassiker ist Hesses "Narziss und Goldmund", das mich in meiner Kindheit stark beeindruckt hat. "Der Schneeflockenbaum", über den ich kürzlich berichtete, zählt ebenfalls zu dieser Kategorie, und noch ein weiterer Roman, den ich Euch heute vorstellen möchte: "Zwei von Zwei" von Andrea de Carlo.
Es geht um die Freundschaft zwischen dem Ich-Erzähler Mario und Guido. Mario ist fasziniert von seinem Freund, der voller idealistischer Ideen steckt und sich über jegliche Konventionen hinweg setzt. Gemeinsam erleben sie die politische Revolte von 1968, ihre erste Liebe und die Suche nach ihrer Identität.
Als Mario eines Tages ein kleines Stück Land erwirbt und es ihm gelingt, mit seiner Frau ein vollkommen autarkes und zufriedenes Leben zu führen, war ich total fasziniert. Auf der anderen Seite konnte ich aber auch Guido gut verstehen, der rastlos und unruhig seinen Idealen nachjagt, der sich und seinen Mitmenschen unerfüllbare Ziele setzt und immer wieder enttäuscht wird. Zwei Menschen und zwei Lebenswege, die sich immer wieder kreuzen, werden von dem relativ unbekannten, aber sehr lesenswerten Autor Andrea de Carlo spannend, einfühlsam und mit einem Schuss Ironie geschildert. 
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Wo Europa und Asien verschmelzen

In Istanbul passierte mir einmal ein Missgeschick. Mit Hilfe meines Reiseführers versuchte ich, dem Taxifahrer den Weg zum Hotel zu erklären. Es ist dort nämlich nicht selbstverständlich, dass die Taxifahrer gleich Bescheid wissen, wenn man ihnen den Namen eines Hotels nennt. Deshalb, so fanden wir später heraus, ist auf den Visitenkarten der Hotels oft ein Lageplan für die Taxifahrer abgebildet. Damit konnte ich am Anreisetag leider noch nicht dienen.
Als wir nach einigen Runden im historischen Viertel endlich vor dem richtigen Hotel standen, bezahlten und mit unserem Gepäck ausstiegen, brauste das Taxi auch schon davon – mit meinem Reiseführer auf dem Rücksitz. So tragisch war es nicht, da man heutzutage ja mit seinem Handy oder Tablet auf beliebig viele Online-Führer zurückgreifen kann. Aber für diesen Städtetrip hatte ich mir ein besonders schönes Büchlein besorgt: den "Wallpaper City Guide Istanbul", der sich vor allem an Design,- Kunst- und Architekturinteressierte richtet.
Zu bedauerlich, dass ich den Reiseführer bis dahin nur grob durchgeblättert hatte. Aber wir kamen gut ohne ihn zurecht und unternahmen eine ganze Menge: eine Stadtrundfahrt zum Thema "Kaiserliche und osmanische Einflüsse in Istanbul", Besichtigung der Blauen Moschee, der Hagia Sophia und des Topkapi-Palastes, Besuch des Großen Bazars, Shopping-Tour nach Taksim... Ein unvergessliches Erlebnis war die Fahrt auf dem Bosporus mit Blick auf die Moscheen, den imposanten Dolmabahce-Palast und die begehrten, aber leider unbezahlbaren Luxusvillen am Ufer.
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Im Mekka der Superreichen

Lust auf ein paar Anregungen für eine noble Einrichtung oder ein luxuriöses Strandhaus? In dem Fall kann ich die amerikanische Serie „Revenge“ empfehlen, die in den Hamptons spielt. Bekanntermaßen lassen sich dort die betuchten New Yorker nieder oder verbringen dort ihre Sommerferien.
Da wäre zunächst das hübsche Strandhaus, das die Hauptfigur Emily Thorne zu Beginn der Geschichte bezieht. Ihre Absichten sind allerdings alles andere als harmlos: Sie plant, Rache an alle Leute zu nehmen, die das Leben von ihr und ihrem Vater zerstört haben. 
Unter anderem hat sie es auf Mrs Grayson abgesehen, die direkt gegenüber in einer Luxusvilla thront. Sie gilt als die Queen der Hamptons und wird von Madeleine Stowe so überzeugend gespielt, dass man ihr diese Rolle gern abnimmt, wenn sie auf ihrer überdimensional großen Terrasse wie eine mächtige Herrscherin in Erscheinung tritt und voller Misstrauen ihre neue Nachbarin ausspioniert.
Meint man, dass diese Villa nicht mehr zu toppen ist, wird man eines Besseren belehrt. Wir machen nämlich Bekanntschaft mit dem reichen Erfinder und Technologieunternehmer Nolan Ross. Sein Luxus-Appartment ist der absolute Hammer und kaum in Worte zu fassen. Am besten Ihr seht selbst auf der Website von www.hookedonhouses.net. Dem Luxus sind eben keine Grenzen gesetzt.
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Kämpfen wie die Spartaner

Als uns neulich am Olympiapark junge Männer von Kopf bis Fuß voller Schlamm entgegenkamen und dabei noch breit grinsten, kam uns das sehr merkwürdig vor. Als wir uns dem Schauplatz näherten, verstanden wir allmählich, was sich dort abspielte: Zahlreiche Teilnehmer sowie Schaulustige hatten sich zum "Spartan Race", einem der größten Event-Reihen für Hindernisläufe, eingefunden.
6 Kilometer Laufstrecke und 15 Hindernisse hatten die "Spartaner" zu bewältigen. Und die hatten es in sich: über Seile klettern, unter Stacheldrähten vorwärts robben, über Autoreifen balancieren, durch einen Schlammcontainer waten usw. Ich frage mich, wer sich so etwas Verrücktes ausdenkt! Hier können die Athleten jedenfalls beweisen wieviel Ausdauer, Widerstandskraft und Geschicklichkeit sie besitzen.
Das erste Spartan Race fand 2010 in Vermont statt. Mittlerweile zieht der Wettbewerb in zahlreichen Ländern wie Mexiko, England, Frankreich, Spanien, Australien und Südkorea immer mehr Teilnehmer an. Bei der Deutschlandpremiere waren über 4.000 Läufer am Start. Was mich am meisten erstaunte: wieviel Spaß sie anscheinend bei dem Wettkampf hatten, der ihnen ja wirklich alles abforderte. Ob ich es auch mal wagen sollte? Das nächste Spartan Race in Deutschland findet übrigens am 28. Juni in Köln statt.
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Man lese die Gebrauchsanweisung

Es gibt nicht nur Gebrauchsanweisungen für Küchen- und Fernsehgeräte, sondern auch für Städte und Länder. Zum Beispiel für London. Obwohl meine Schwester dort lebt und sich bestens auskennt, war ich neugierig, was "Eine Gebrauchanweisung für London" mir empfiehlt. Verfasst wurde sie von Ronald Reng, der als Sportreporter und Schriftsteller in München lebt. Und ich muss sagen, das Büchlein ist nicht nur eine hervorragende Ergänzung zu Reiseführern, sondern auch eine schöne Art, sich auf eine Stadt einzustimmen.
Die britische Höflichkeit, die Fußballmanie, die Parks und Pubs und vieles mehr, was die Metropole ausmachen, werden von Reng in Form von Erfahrungsberichten und Anekdoten sehr unterhaltsam beschrieben. Für ihn gibt es keine bessere Stadt. London habe alles und von allem im Überfluss - sogar bessere italienische Restaurants als in Italien.
Das Buch enthält jedoch nicht nur Schwärmereien, sondern auch kritische Beobachtungen. Die Statue am Piccadilly Circus hält er für eine grandiose Fehlkonstruktion, Londons Schönheit liege nicht in seinen Monumenten und Wahrzeichen, sondern im Alltag und im Miteinander der Menschen. Er muss es ja wissen – von 1996 bis 2001 arbeitete Reng als Sportjournalist in England. 
Mit seinen kurzweiligen Essays rund um die Themen Kunst, Politik, Presse und Fußball gibt er einen interessanten Einblick in die zahlreichen Facetten Londons. Das Büchlein macht nicht nur Lust auf die britische Hauptstadt, sondern auch neugierig auf die weiteren Bücher dieser Reihe.
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Ostergrüße

Ein Brunch mit Freunden, ein verlängertes Wochenende am Gardasee, ein wenig garteln wie ich oder einfach nur faulenzen...
Was immer Ihr vorhabt – ich wünsche Euch ein wunderschönes Osterfest.
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Frühlingsspaziergang

Letztes Wochenende versuchte ich mich als Reiseführerin für meine Mutter und ihre Freundin aus Dortmund, die uns in München besuchten. Dabei werde ich zweifellos selbst für eine Touristin gehalten, wenn man mich im Nymphenburger Schloss inmitten von asiatischen Reisegruppen sieht.
Ein absolutes Highlight während unseres Schloss- und Parkbesuchs war der Abstecher in den angrenzenden Botanischen Garten, der dieses Jahr seinen 100. Jubiläum feiert. Im Schmuckhof vor dem Botanischen Institut erwartete uns ein Farben- und Blütenmeer: Gelbe Kaiserkronen, rosane Hyazinthen, lilagelbe Stiefmütterchen, weiße Narzissen und viele andere Frühlingsblumen standen in voller Blüte. 
Begeistert war ich vor allem von der Tulpenvielfalt, die mich an den Keukenhof in Holland erinnerte. Als Kind habe ich den weltgrößten Blumenpark oft mit meinen Eltern besucht. Ich hatte große Lust, ein paar schöne  Exemplare für unseren Garten mitzunehmen. Kommendes Wochenende ist es soweit: Da werden auch wir noch mehr Farbe in unseren Garten bringen.
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Europa inspiriert amerikanische Märchenfabrik

Vor kurzem erstand ein Paar aus Los Angeles ein unscheinbares graues Eckhaus in einem trostlosen Vorortviertel von Chicago. Das Besondere an dem Gebäude: Es handelt sich um das Geburtshaus von Walt Disney, der am 5. Dezember 1901 dort das Licht der Welt erblickte. Die neuen Besitzer, die schon bei der Entwicklung vieler Vergnügungsparks in den USA mitgeholfen haben, wollen daraus ein „Walt Disney Birthplace“ Museum machen. Es soll ein „Ort werden, der zur Kreativität anregt“.
Da kann ich nur hoffen, dass sie so fantasievoll wird wie eine Ausstellung, die ich 2008 in der Hypo-Kunsthalle in München gesehen habe. „Walt Disneys wunderbare Welt und ihre Wurzeln in der europäischen Kunst“ zählt zu den gelungensten Ausstellungen, die ich je gesehen habe.
Ich hätte nicht gedacht, dass Disneys Bildwelten in der europäischen Kunst und Literatur wurzeln. Die Gegenüberstellung von Originalzeichnungen, Figurmodellen und Filmausschnitten zeigten deutlich, dass sich Gemälde, Grafiken und Skulpturen europäischer Künstler wie Franz von Stuck, Caspar David Friedrich oder Wilhelm Busch in „Dumbo“, „Dschungelbuch“ oder „Pinocchio“ wiederfinden. Auf seinen Europareisen recherchierte der Film-Erzähler Sagen und Mythen und verarbeitete sie zu neuen Schöpfungen. 
So eine Multimedia-Ausstellung selbst zu konzipieren, wäre ein Traum von mir. Übrigens läuft am Karfreitag "Das Dschungelbuch" zum ersten Mal im Free-TV auf RTL und zwar als technisch komplett restaurierte Fassung in HD-Qualität.
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Ein mexikanisches Wunder

Das verspricht uns die Speisekarte im Restaurant Milagros in der Nähe vom Münchner Viktualienmarkt, das mir schon mehrmals empfohlen wurde. Aus der Karte erfahren wir außerdem, dass der Besitzer in einer mexikanisch-amerikanischen Großfamilie in Los Angeles aufgewachsen ist und von den Aromen und Gerüchen der hausgemachten mexikanischen Speisen geprägt wurde. 
Diese Erlebnisse aus seiner Kindheit möchte er mit seinen Gästen teilen und bietet eine große Auswahl an Fleisch- und vegetarischen Gerichten, die in der Karte detailliert beschrieben werden. Die traditionellen Salsas dürfen natürlich auch nicht fehlen. Schließlich gibt es in Mexiko über 200 Chili-Arten, die zu unzähligen süßen und scharfen Salsa-Variationen verarbeitet werden.
Um möglichst viele verschiedene Gerichte probieren zu können, wählten wir die "Fiesta Mexicana" für zwei Personen und lagen damit genau richtig: Das zarte Steak Arrachera und die in Bier gekochten und mit Speck und Chorizo gewürzten "betrunkenen Bohnen" waren ein Gedicht. Sehr zu empfehlen sind außerdem die mittelscharfe Salsa de Chilpotle, der cremige Maya-Dip aus gerösteten, pürierten Kürbiskernen und der mexikanische Cocktail Azteka mit Tequila und frischer Mango. Einem kulinarischen kleinen Wunder waren wir schon ziemlich nahe.
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Zwischen zwei Welten

Beim Ausmisten meiner CDs stieß ich kürzlich auf den Soundtrack von „Lost in translation“ und wurde an dieses wunderbare Werk von Sofia Coppola erinnert. Ich habe selten einen Film gesehen, der die Stimmung von Tokio so gut einfängt – besonders aus Sicht eines Ausländers.
Dominant in meiner Erinnerung ist die Szene, in der Charlotte, gespielt von Scarlett Johansson, am Fenster ihres Hotelzimmers sitzt und auf die Häuserschluchten Tokios hinunterblickt. Ihr Verlobter ist den ganzen Tag beruflich eingespannt und so muss sie sich die Zeit allein in der Fremde vertreiben. Dieses Gefühl der Verlorenheit und Einsamkeit konnte ich gut nachvollziehen. Als ich einmal geschäftlich in Osaka unterwegs war, wurde ich ebenfalls in einem anonymen Hotel untergebracht. Ich fühlte mich irgendwie in der Schwebe, tatsächlich „lost in translation“, und die Aussicht auf die Stadt vom 22. Stockwerk wirkte sehr surreal. 
In der Hotelbar lernt Charlotte Bob kennen, der für einen Whisky-Werbespot engagiert wurde. Die Kommunikationsprobleme mit den Japanern bei den Dreharbeiten sind bezeichnend dafür, wie ausgeschlossen sich auch Bob in dieser Großstadt fühlt. Ihre gemeinsamen nächtlichen Ausflüge in die Karaoke-Bars oder die japanischen Quiz-Sendungen, in denen sich die Moderatoren mit ihren quietschigen Stimmen und Albernheiten überbieten, zeigen die verrückte Seite der Japaner, über die ich mich selbst manchmal wundere. 
Die Isoliertheit, die beide Protagonisten in der Fremde verspüren, macht ihnen erst deutlich, wie einsam sie auch  in ihrer Heimat und in ihren Beziehungen geworden sind. Es ist eine traurig-melancholische Geschichte, die sich so oder ähnlich auch hinter einem anderen kulturellen Hintergrund abspielen könnte.
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Der erste Satz entscheidet

Märchenautoren haben es leicht. Sie brauchen sich nicht den Kopf zu zerbrechen, mit welch originellem Satz sie ihre Geschichte beginnen. "Es war einmal ..." reicht völlig aus, um Kinder und Erwachsene mühelos in ihre Fantasiewelt zu locken.
In anderen Genres ist es nicht ganz so einfach. Jeder potentielle Leser klappt ein Buch auf, liest den Anfang und wird neugierig – oder auch nicht. Der erste Satz entscheidet oft darüber, ob er Lust auf mehr verspürt und weiterliest. Der Initiative Deutsche Sprache und der Stiftung Lesen in Mainz war es 2007 sogar wert, zu dem Thema einen Wettbewerb zu veranstalten. Über 16.000 Erwachsene, Kinder und Jugendliche aus aller Welt wurden aufgerufen, ihren persönlichen Favoriten zu nennen, der sie besonders angesprochen und beeindruckt hat. Die Siegerbeiträge und die interessantesten Einsendungen kann man in dem ansprechend gestalteten Band "Der schönste erste Satz" nachlesen. 
Diese gelungene Idee hat mich dazu inspiriert, meine persönliche Sammlung der interessantesten ersten Sätze zusammenzustellen. Hier könnt Ihr das PDF herunterladen.
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Schokohasen für Naschkatzen

Ob im Supermarkt oder Schaufenster – die Invasion der Schoko-Osterhasen ist nicht zu übersehen. Lindt, Milka & Co. wollen uns vor den Feiertagen wieder massiv in Versuchung führen.
Da fällt mir doch das Schokoladenmuseum in Köln ein, das ich mit meiner Mutter vor einiger Zeit besucht habe. In der „gläsernen Fabrik“ wird nämlich gezeigt, wie die Hohlfiguren hergestellt werden. Auch die industrielle Fertigung von Schokoladentafeln und Trüffeln kann man schrittweise verfolgen.
Bei diesem Anblick sind die Gelüste schnell geweckt – höchste Zeit, den Shop „Chocolat“ aufzusuchen, wo über 300 Sorten Tafelschokolade, frische Pralinen und Gebäcke auf die Besucher warten. Bestimmt gibt’s dazu noch eine ganze Reihe von Osterspecials.
Apropos Osterspecial: Ab kommendem Samstag können sich wahre Naschkatzen auch in verschiedenen Seminaren weiterbilden. „Afrika trifft Karibik – Schokolade und Rum“, „Osterpralinen selbst gemacht“ oder „Das braune Gold der Maya“ – das klingt doch verlockend. Die Verkostung „Schokolade & Wein“ wäre genau das Richtige für mich. Für Liebhaber anderer Spirituosen sind auch Kombinationen mit Tequila und Bier (!) im Angebot. Schokolade verträgt sich eben mit fast allem.
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Eine Holzstadt feiert Jubiläum

Die Landesgartenschau in Rosenheim liegt schon wieder vier Jahre zurück. Unter dem Motto „Innspiration“ entstanden rund um die Mangfall und den Inn weitläufige Flusslandschaften, Brücken, Stege und fantasievolle Gärten. Schon damals kam der Werkstoff Holz besonders zu Ehren – schließlich gilt Rosenheim weltweit als die Wiege der Holzausbildung.
Dieses Jahr feiert die Holzstadt „150 Jahre Stadterhebung“. Im Jahre 1864 hat der bayerische Märchenkönig Ludwig II. den einstigen Markt zur Stadt erhoben. Dieses Jubiläum wird mit vielen Veranstaltungen wie Chor- und Sommerfestivals, Mitmachaktionen für Familien und Schmankerlstraßen zelebriert. 
Die Geschichte Rosenheims war schon immer eng mit der Holzwirtschaft verbunden. Mehr darüber kann man vom 8. April bis 12. Oktober in der Sonderausstellung „Holzstadt Rosenheim“ im Holztechnischen Museum erfahren. Oder Ihr seht Euch morgen um 18:05 Uhr die Sendung „Schwaben & Altbayern“ im Bayerischen Fernsehen an. Meine Freundin und Journalistin war in der Holzstadt unterwegs und hat viele interessante Beiträge über Ausbildungen, holzverarbeitende Betriebe und architektonische Sehenswürdigkeiten wie den Sparkassenturm zusammengestellt.
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In meiner Lieblingsboutique

Letztes Jahr um diese Zeit wurde der mit großer Spannung erwartete Shopping-Tempel "Hofstatt" in der Sendlinger Straße eröffnet. Architektonisch gefällt mit das verspiegelte Gebäude mit seinen geschwungenen Formen ganz gut – sicherlich ein attraktiver Ort für Marken wie Adidas, Tom Tailor, Codello und Calzedonia, um sich dort in Flagship-Stores zu präsentieren. 
Zum Shoppen ziehen mich Einkaufstempel dieser Art allerdings nicht an. Kleine Boutiquen mit persönlichem Flair und einer bunten Mischung sind mir viel lieber. Mein absolutes Lieblingsgeschäft befindet sich in den Weißenburgerstraße in Haidhausen gegenüber von meiner Hausbank. Nach jeder Bankberatung, wie etwa vorgestern, mache ich einen kleinen Abstecher in dieses schnuckelige Geschäft – und verlasse es selten mit leeren Händen. Es trägt den originellen Namen "Ypnotique" und ist sehr zutreffend, weil mich der Laden immer hypnotisch anzieht, wenn ich mich in der Nähe aufhalte.
Erstaunlich ist, dass das Sortiment so sehr meinem Geschmack entspricht. Es gibt in diesem Geschäft kaum etwas, was mir nicht gefällt, egal ob es sich um ein flippiges Hemd, eine schicke Handtasche oder hübschen Schnickschnack handelt. Wenn ich die Besitzerin wäre, hätte ich mit großer Wahrscheinlichkeit eine ähnliche Auswahl getroffen. Auch die Schaufenster- und Ladendeko ist sehr ansprechend – ich könnte stundenlang stöbern und mich an dem stilvollen Arrangement erfreuen. Falls Ihr noch auf der Suche nach einem Ostergeschenk seid, kann ich Euch diese Adresse nur empfehlen.
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Spaniens großer Grieche

Für die meisten Deutschen scheint Italien das liebste Reiseziel zu sein. Ich persönlich schwärme eher für Spanien. Vielleicht liegt es ja daran, dass dieses Land mein allererstes europäisches Reiseziel war. Wie mir meine Mutter kürzlich erzählte, war ich schon im zarten Alter von drei Jahren total begeistert von unserer ersten Station Toledo, gefolgt von Madrid und Barcelona. Der Urlaub hat anscheinend einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Dieses Jahr würde es sich besonders anbieten, nach Toledo zu reisen. Spanien feiert den vierhundersten Todestag von El Greco und die Stadt Toledo, in der der Maler 37 Jahre seines Lebens verbrachte, steht dabei im Mittelpunkt.
Bis in den Dezember hinein sind Ausstellungen sowie Foto-, Musik- und Tanzveranstaltungen geplant, um dem Tod des Künstlers zu gedenken. Den Auftakt macht die Ausstellung "El Griego de Toledo" (Der Grieche von Toledo)", die mehr als 100 Werke des Künstlers zeigt und bis zum 14. Juni läuft. 
Er Greco wurde auf Kreta geboren und gelangte über Padua, Parma, Florenz und Rom, wo er von Meistern wie Tizian und Michelangelo lernte, nach Spanien. Als besonders bedeutend gilt sein Einfluss auf die avantgardistischen Maler des 19. und 20. Jahrhunderts. So widmet sich im Herbst eine umfangreiche Ausstellung den Einflüssen El Grecos auf die modernen Maler wie Cézanne, Picasso, Kokoschka und Pollock. Das Thema würde mich am meisten interessieren.
Unter dem Konzept "El Greco-Räume" werden außerdem wichtige Gemälde an verschiedenen Orten wie in der Sakristei der Kathedrale, im Kloster Santo Domingo und in der Kapelle San José gezeigt. Eine Stadt zu einem feierlichen Anlass zu erkunden, hat sicher seinen besonderen Reiz. 
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